Dreiteilige 3sat-Dokumentation von Michelle Read: Wie Tiere kommunizieren

Foto: „obs/3sat/BlinkFilms/Wildlife24/Zacarias“

Wildhunde, die demokratisch abstimmen. Fische, die ihre Absichten lauthals äußern. Und Giraffen, die summen. In der dreiteiligen Dokumentation „Die Kommunikation der Tiere“ von Michelle Read am Montag, 4. November, ab 16.15 Uhr, entdeckt 3sat die Sprache der Tiere.

Um „Mimik, Gestik, Körperhaltung“ geht es in Teil 1 um 16.15 Uhr. Ob Reptil, Säugetier oder Vogel – alle Tiere kommunizieren mittels Körpersprache. Es geht um Dominanz, soziale Bindung, Verteidigung, Balz und Verführung. Vom balzenden Kaptölpel im Süden Afrikas über den tanzenden Tahr in den Wüsten Arabiens bis hin zu gestikulierenden Schimpansen in einem schottischen Zoo analysieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die besondere Körpersprache der Tiere. Selbst bei bereits gut erforschten Tierarten gibt es noch erstaunlich viel zu entdecken.

„Rufe und Laute“ heißt Teil 2, der um 17.00 Uhr zu sehen ist. Tiere verwenden zwar keine Worte, doch sie kommunizieren ständig mittels Lauten und Rufen. Rote Brüllaffen zählen dabei zu den lautesten Tieren. Junge Seebären finden über die Stimme ihre Mutter wieder, Meerkatzen können mittels eines ausgeklügelten Alarmsystems vor Bedrohungen aus der Luft und am Boden warnen, Elefanten und Giraffen halten über Laute Kontakt zu anderen Artgenossen, und selbst Fische verteidigen ihr Revier lautstark.

„Geheimnisvolle Signale“ stehen im Fokus von Teil 3 um 17.45 Uhr. Tiere kommunizieren nicht nur mit Hilfe von Rufen und Gesten, sondern auch mittels Gerüchen und Farben. Auch diese Art der Kommunikation wird weltweit wissenschaftlich untersucht. Warum wird bei Lisztaffen immer nur ein Weibchen einer Gruppe schwanger? Warum glühen Chamäleons? Und wie flirten Lemuren? Wie viel Information in einem Geruch steckt, zeigt sich zum Beispiel bei Nashörnern. Ihr Dung gibt Auskunft über Geschlecht und Paarungswilligkeit und hilft ihnen, Freund von Feind zu unterscheiden. Und Chamäleons setzen auf bunte Farbspiele. Neu ist, dass sie ein für den Menschen nicht sichtbares Licht abgeben