Veröffentlicht am

Ein entspanntes Fest mit Hund und Katz

Foto: Tatyana Gladskih – stock.adobe.com
Zu einem besinnlichen Weihnachtsfest gehören
auch entspannte Haustiere. Doch so einiges, was uns Menschen an den
Festtagen beglückt, bekommt unseren geliebten Vierbeiner gar nicht gut.

Weihnachtsstern, Christrose, Amaryllis und viele andere Pflanzen sorgen für
weihnachtliches Ambiente, sind jedoch für unsere Haustiere giftig. Schon der
Verzehr einzelner Pflanzenteile kann lebensgefährlich sein. Wer nicht komplett auf
das saisonale Grün verzichten möchte, platziert dieses in sicherer Entfernung
seiner Haustiere.

Für viele ist das Weihnachtsfest ohne Tannenbaum unvorstellbar. Für den festen
Stand empfiehlt sich die Platzierung in einer Zimmerecke. Zusätzliche Bänder an
Decke oder Wand bieten Standsicherheit. Kunststoffkugeln sind resistenter gegen
spielerische Angriffe als Glaskugeln, sollten aber dennoch etwas höher hängen.
Auch wenn echte Kerzen wunderschön aussehen, stellen sie in einem Haushalt
mit Hunden und Katzen eine Gefahrenquelle dar.

Am wohlsten fühlen sich Vierbeiner im Trubel der Festtage in ihrer vertrauten
Umgebung, an der Seite ihrer Bezugspersonen. Generell sollte jedes Tier einen
sicheren und geschützten Rückzugsort haben, um sich bei Lärm und Unruhe
jederzeit zurückziehen zu können. Tierische Familienmitglieder haben auch
während der Feiertage Anspruch auf ihren gewohnten Tagesablauf mit festen
Gassi-, Fütterungs- und Spielzeiten.

Schokolade kann schon in geringen Dosen toxisch für Hunde sein. Ob
Nikolausteller oder Weihnachtskonfekt, Schokolade ist für Hunde genauso tabu
wie Happen vom Festtagsbraten. Das passende Weihnachtsgeschenk oder ein
gut verträgliches Leckerli speziell fürs geliebte Heimtier gibt es in großer Auswahl
im Fachhandel.

Viele Tipps rund um die Feiertage auf www.futterhaus.de

Veröffentlicht am

Population der Nordatlantischen Glattwale nimmt weiter ab

Foto: NOAA/NEFSC/ChristinKhan
 

Weltweit gibt es nur noch höchstens 336 Nordatlantische Glattwale, das geht jetzt aus einem aktuellen Bericht des Konsortiums für den Nordatlantischen Glattwal (North Atlantic Right Whale Consortium – NARWC https://www.narwc.org/) hervor. Die Zahl ist eine zwischen mehreren Wissenschaftlern und Behörden abgestimmte Kalkulation der Populationsgröße von 2020 und liegen erneut deutlich niedriger, als in der letzten Populationsschätzung von etwa 366 Tieren für 2019.

„Die neue Schätzung der Bestandszahlen dieser ohnehin stark gefährdeten Walart ist erschütternd“, sagt Andreas Dinkelmeyer, Kampagnenleiter des IFAW (International Fund for Animal Welfare) in Deutschland. „Die Anzahl der Nordatlantischen Glattwale ist um acht Prozent im Vergleich zu 2019 gesunken. Seit zehn Jahren nimmt die Population kontinuierlich ab. Die Ursachen sind allesamt menschengemacht, es fehlt an konsequentem Gegensteuern.“

Die jetzt geschätzten 336 Tiere stellen den niedrigsten Stand seit 20 Jahren dar. 2011 gab es geschätzt noch 481 Glattwale und damit die meisten nach dem Ende des industriellen Walfangs in Nordamerika. Seit 2011 wurde die Population um 30 Prozent dezimiert. Hauptursachen für deren weiteren Rückgang sind Kollisionen mit Schiffen, die meist tödlich für die Tiere enden, sowie das Verheddern in Fischereileinen. 86 Prozent aller lebenden Nordatlantischen Glattwale hat sich mindestens einmal in solchen Leinen verheddert.

2021 wurden erfreulicherweise 18 Glattwalkälber gesichtet, im vorigem Jahrzehnt zählten Wissenschaftler im Durchschnitt 23 Kälber pro Jahr. Leider gab es 2021 auch fünf registrierte Todesfälle. Allerdings zeigen neueste Studien, dass lediglich 36 Prozent der Todesfälle entdeckt werden.

„Wir müssen davon ausgehen, dass mehr Wale sterben, als uns bekannt ist“, so Dinkelmeyer weiter. „Auch in Europa stellen Kollisionen mit Schiffen und Fischernetzen oder -leinen tödliche Gefahren für Wale dar, etwa für Pottwale im östlichen Mittelmeer. In Europa wie in den USA müssen die Politik und diejenigen, die die Meere nutzen, jetzt dringend handeln, um diese großartigen Lebewesen zu schützen und zu bewahren“.

Vor der Nordostküste der USA überschneidet sich der Lebensraum der Wale mit den Fanggründen etwa der Hummerfischerei. Für sie werden Reusen auf den Meeresboden ausgebracht, die durch Rückholleinen mit Bojen an der Wasseroberfläche verbunden sind. Wale verheddern sich oft in diesen Leinen. Zusätzlich führen vielbefahrene Schifffahrtsrouten durch den Lebensraum der Wale, was die Gefahr von Kollisionen erhöht. Aber auch die Freizeitschifffahrt kann für die Wale tödlich sein, einer der in 2021 getöteten Walkälber wurde von einem Freizeitschiffer überfahren.

Der Nordatlantische Glattwal (Eubalaena glacialis), auch Atlantischer Nordkaper genannt, gilt laut Weltnaturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht. Sie sind langsame Schwimmer, ein Grund, warum die amerikanischen Walfänger im 19. Jahrhundert sie als „right whale“, den „richtigen Wal“, bezeichneten. Er war leicht zu fangen und trieb tot an der Wasseroberfläche. Seit seiner massenhaften Bejagung hat sich diese Walart kaum erholt, obwohl sie schon 1935 unter Schutz gestellt wurde.

Veröffentlicht am

Faszinierende Reptilien

Foto: Ulrike Schanz / WZF

Terrarientiere: schön oder unheimlich? // Tierhaltung sensibilisiert für Artenschutz // ZZF weist auf wichtige Voraussetzungen bei der Anschaffung hin // Was Halter über nationale Bestimmungen wissen müssen

„Was man nicht kennt, schützt man nicht“ – dieser Erfahrungswert gilt besonders für Reptilien und Amphibien. Fremdartige Tiere polarisieren: Manche Menschen finden sie unheimlich, andere nehmen gerade das Unbekannte als spannend, ästhetisch oder liebenswert wahr. „Als Halter eines Tieres, das bei uns nicht heimisch ist, erfährt man viel Neues über diese Tierart und ihren Lebensraum. Auch Kinder werden bei der Einrichtung eines Terrariums für den Artenschutz sensibilisiert“, ist Norbert Holthenrich, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF), überzeugt.

Zu den Exoten, den „nicht-heimischen Tieren“, zählen zwar auch die aus Südamerika stammenden Meerschweinchen und die in Australien heimischen Wellensittiche, aber diese werden kaum als fremdartig wahrgenommen – anders bei Nattern, Agamen oder Spinnen. Wer Reptilien, Lurche, Schlangen oder Insekten hält, kennt sich häufig gut mit der spezifischen Art aus. Laut einer von ZZF und Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) in Auftrag gegebenen Studie haben sich fast 90 Prozent der Terrarienbesitzer vor dem Kauf sehr genau über die Bedürfnisse ihres Tieres informiert, etwa die Hälfte davon bei fachkundigen Beratern im Zoofachhandel mit Terraristikabteilung. Das ist auch wichtig, denn bei der Anschaffung von Terrarientieren müssen Heimtierhalter einiges über die Ansprüche der Tiere wissen.

Bei der Auswahl das Tierwohl beachten

„Die Bedürfnisse des Tieres haben für uns immer Vorrang vor dem Bedürfnis der Menschen, ein bestimmtes Tier zu halten. Nicht alle Reptilien sind für ein Leben im Privathaushalt geeignet“, betont ZZF-Präsident Norbert Holthenrich. Der Verband hat deshalb in seinen „Heidelberger Beschlüssen“ auf einer „Negativliste“ Tiere aufgeführt, die er für die Heimtierhaltung nicht empfiehlt und die in Mitgliedsunternehmen nicht präsentiert werden dürfen. Dazu zählen beispielsweise Tiere, für die es keine geeignete Nahrung gibt oder auch Gifttiere. Ohne Fachkenntnisse können Giftschlangen wie Buschvipern, Bambusottern und Lanzenottern oder auch die schnellen Taipane und aggressive Giftspinnen und Skorpione ihre Halter schnell überfordern und schließlich sogar lebensgefährlich werden.

In vielen Bundesländern dürfen Tiere, die aufgrund ihrer Größe, Kraft oder ihres Gifts für Menschen gefährlich sind, nur unter strengen Auflagen oder gar nicht gehalten werden. Zu den Vorschriften gehört meistens, dass die Halter nachweisen müssen, dass sie fachkundig und zuverlässig sind.

Die Auflagen schmälern jedoch nicht die Möglichkeit, faszinierende Terrarientiere zu halten und genau das zu erleben, was 84 Prozent der Halter als Grund für die Anschaffung von Terrarientieren angeben: die Freude an der Beobachtung der Tiere. „Wenn Tierhalter in der Lage sind, für ein tiergerechtes Gehege, eine angemessene Temperatur und Luftfeuchtigkeit, richtiges Licht und geeignetes Futter zu sorgen, steht der Pflege von interessanten Echsen, Fröschen, Schildkröten sowie kleineren Schlangen nichts im Wege. Einige Arten wie Bartagamen oder der Leopardengecko werden sogar zahm und reagieren auf Menschen“, erklärt Norbert Holthenrich. Der Handel empfiehlt das erforderliche Equipment und stellt sogar betriebsfertige Terrarien zur Verfügung, die speziell für die Haltung bestimmter Tierarten ausgelegt sind.

Artenschutz durch Kontrolle und Nachzuchten

Darüber hinaus sollten Tierfreunde vor der Anschaffung von Terrarientieren prüfen, ob das gewünschte Tier unter Artenschutz steht. Für Reptilienarten, die vom Aussterben bedroht und nur mit Ausnahmegenehmigung gehandelt werden dürfen, erhalten Tierhalter vom Fachhandel und von seriösen Züchtern einen Nachweis der legalen Herkunft, die so genannte CITES-Bescheinigung. CITES ist die “Convention on International Trade in Endangered Species of wild Fauna and Flora”, auch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) genannt, das die Bundesrepublik und 20 andere Staaten 1973 unterzeichnet haben. Sie wurde von der EU durch Verordnungen in geltendes Recht umgesetzt.

Zoofachhändler informieren, ob das Tier bei der örtlichen Artenschutzbehörde gemeldet und mit einem artenschutzrechtlichen Kennzeichen versehen werden muss, was auch für viele in Deutschland nachgezüchtete Arten gilt. So gehört zum Beispiel die griechische Landschildkröte nach EU-Recht zu den am strengsten geschützten Arten und fällt unter das Handels- und Vermarktungsverbot. Für Nachzuchten mit einer Ausnahmegenehmigung gilt dieses Verbot aber nicht, so dass die beliebte Schildkrötenart gut als Heimtier gehalten werden kann und auch im Handel angeboten wird. Neben der Meldepflicht besteht eine Kennzeichnungspflicht: Schildkröten unter 500 Gramm werden regelmäßig fotografiert und können damit zweifelsfrei identifiziert werden, über 500 Gramm müssen sie mit einem Transponder als Artenschutzkennzeichen ausgestattet sein. Diese vergibt der ZZF im Auftrag des Bundesumweltministeriums und unterstützt damit den legalen Handel mit geschützten Tieren.

Weiterführende Links:

  • In der Datenbank www.wisia.de des Bundesamts für Naturschutz finden Tierhalter Informationen darüber, unter welchen Schutzstatus ein bestimmtes Tier fällt. Wichtig für die Suche ist es, den lateinischen Namen der Art zu wissen.
  • In der Anlage 6 des Bundesartenschutzgesetzes findet sich eine Liste aller Tiere, für die eine Kennzeichnungspflicht mit Ring oder Transponder besteht.
  • www.ringstelle.de Bestellung von artenschutzrechtlichen Kennzeichen
  • Mit den Heidelberger Beschlüssen verpflichten sich alle Mitgliedsunternehmen des ZZF unter anderem dazu, bestimmte Tierarten nicht zu präsentieren und zu verkaufen. Diese finden sich auf einer „Negativliste“: Die Negativliste der Tierarten ist unterteilt in einen Anhang A mit ungeeigneten Heimtierarten. Im Anhang B sind bedingt geeignete Heimtiere gelistet, die einen erhöhten Beratungsbedarf mit sich bringen und an die Halter hohe Ansprüche stellen. Sie sind in den Zoofachhandlungen mit einem roten Punkt versehen.