Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt ist eine deutschlandweit tätige Tierschutz- und Tierrechtsorganisation, die sich insbesondere für die Abschaffung der Massentierhaltung und die Verbreitung der veganen Lebensweise einsetzt.[1]

Bei der Organisation handelt es sich um eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts, die im Jahr 2000 durch den 2013 verstorbenen Rechtsanwalt Wolfgang Schindler in München als gemeinnützige Stiftung gegründet wurde.

Nach eigenen Angaben ist sie seit dem Tod ihres Gründers fast ausschließlich spendenfinanziert. Sie ist Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft und fertigt ihre Jahresberichte seit 2012 nach den Vorgaben des Social Reporting Standards an.[2]

Schirmherr der Stiftung war viele Jahre der Philosoph Peter Sloterdijk. Rhena Schweitzer-Miller, die Tochter Albert Schweitzers, verlieh ihr den Namen. Der Sitz der Stiftung befindet sich in München.

Das Leitungsorgan ist der Vorstand, dem Mahi Klosterhalfen, Rolf Hohensee und Hans-Georg Kluge angehören. Das Amt der Geschäftsführung hat Mahi Klosterhalfen inne.

Die Albert Schweitzer Stiftung konzentriert sich mit ihrer Arbeit auf den Bereich der Nutzung von Tieren als Nahrungsmittel. Dabei orientiert sie sich gemäß ihrer Satzung an der handlungsleitenden Maxime »Ehrfurcht vor dem Leben« Albert Schweitzers.[3] Die Tätigkeit der Stiftung besteht hauptsächlich aus Verhandlungen mit Betrieben der Lebensmittelwirtschaft, Information der Öffentlichkeit, klassischer Presse- und Medienarbeit sowie im kleinen Rahmen politischer Lobbyarbeit. Sie arbeitet außerdem im Rahmen des Verbandsklagerechts für Tierschutzorganisationen mit klagebefugten Organisationen zusammen.[4]

Unternehmenskampagnen

Käfigfrei

Im Rahmen ihrer Käfigfrei-Kampagne verfolgt die Stiftung das Ziel, die Produktion von Eiern aus Käfighaltung und den Handel damit zu beenden. Dabei arbeitet die Stiftung mit 14 Partnerorganisationen zusammen.[5] Auf ihrer Webseite veröffentlicht die Stiftung Listen, in denen nach Branchen geordnet Unternehmen aufgezählt werden, die keine Käfigeier mehr verwenden. Daneben werden auch die Unternehmen genannt, welche nach Kenntnisstand der Stiftung die Käfighaltung nach wie vor unterstützen.[6] Nach eigenen Angaben konnte sie bereits etliche Supermarkt- und Großhandelsketten sowie über hundert Lebensmittelproduzenten überzeugen, keine Käfigeier mehr zu verkaufen.[7]

Schnabelkürzen bei Legehennen

Seit 2010 setzt sich die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt für ein Ende der Amputation von Schnäbeln bei Küken ein. Gleichzeitig fordert sie deutlich bessere Haltungsbedingungen für die Hennen. In Deutschland wurde das Schnabelkürzen durch einen Beschluss vom Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) ab 2017 praktisch bundesweit abgeschafft.[8]

Stopfleberstopp

Die Stiftung fordert gemeinsam mit anderen Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen deutsche Unternehmen auf, den Handel mit Stopfleberprodukten zu stoppen.[9]

Lebensmittel-Fortschritt

Mit der Webseite lebensmittel-fortschritt.de informiert die Stiftung über Entwicklungen im Tierschutz und im Bereich des veganen Angebots. Die Seite wendet sich zudem direkt an Unternehmen, die Interesse daran haben, ihre Tierschutzstandards zu erhöhen und/oder ein vegetarisches und veganes Produktangebot zu schaffen.[10]

Quelle: Wikipedia