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Kaufland bietet als erster Händler bundesweit Schweinefleisch aus Außenklima-Haltung an

Foto: „obs/Kaufland“

Kaufland gehörte zu den ersten Lebensmittelhändlern, die im Mai 2018 die Tierhaltungsform auf dem Produkt transparent machten. Heute geht das Unternehmen einen logischen Schritt weiter und führt deutschlandweit in allen Filialen Schweinefleisch aus Haltungsform Stufe 3 „Außenklima“ ein. Schweine-Hackfleisch, Schweineschnitzel, Schweinerücken und Schweinebauch von K-Favourites sind damit bundesweit regulär in Selbstbedienung erhältlich. Zusätzlich erfolgt die Fütterung der Tiere gentechnikfrei.

„Viele unserer Kunden genießen gerne ein schönes Stück Fleisch, möchten dabei aber sicher sein, dass es aus tierwohlgerechter Haltung stammt“, so Stefan Rauschen, Geschäftsführer Einkauf Frische. „Mit unserem K-Favourites-Schweinefleisch können wir ihnen dieses gute Gefühl geben.“

Haltungsform 3 „Außenklima“

Schweine, die in Haltungsform Stufe 3 „Außenklima“ gehalten werden, haben 40 Prozent mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben. Sie haben Zugang zu Außenklima, und ihnen steht Stroh sowie ein weiteres organisches Beschäftigungsmaterial zur Verfügung. Nähere Informationen zu den Kriterien der einzelnen Haltungsformen unter www.kaufland.de/haltungsform.

An den Kaufland Fleisch-Bedienungstheken wird mit dem Schweinefleisch der Marke „Wertschätze“ bereits ausschließlich Fleisch aus Haltungsform Stufe 3 angeboten.

Kaufland: Machen macht den Unterschied

Kaufland übernimmt Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt. In den Zielen und Prozessen von Kaufland ist das Engagement im Bereich Nachhaltigkeit (CSR) tief verankert. So achtet das Unternehmen besonders auf die nachhaltige Gestaltung des Sortiments. Dabei macht es sich für ökologische und regionale Landwirtschaft stark. Kaufland setzt sich für verantwortungsvolle und artgerechtere Produktions- und Haltungsbedingungen sowie den Erhalt natürlicher Lebensräume ein. Das umfangreiche Sortiment bietet den Kunden eine große Auswahl an umweltfreundlichen und fair gehandelten Produkten.

Kaufland betreibt bundesweit rund 670 Filialen und beschäftigt rund 74.000 Mitarbeiter. Mit durchschnittlich 30.000 Artikeln bietet das Unternehmen ein großes Sortiment an Lebensmitteln und alles für den täglichen Bedarf. Dabei liegt der Fokus auf den Frischeabteilungen Obst und Gemüse, Molkereiprodukten sowie Fleisch, Wurst, Käse und Fisch.

Das Unternehmen ist Teil der Schwarz Gruppe, die zu den führenden Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland gehört. Kaufland hat seinen Sitz in Neckarsulm, Baden-Württemberg.

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NORMA setzt ein Zeichen gegen das Kükenschreddern Eier der „Huhn und Hahn Initiative“ erweitern NORMA-Sortiment in Baden-Württemberg

Foto: „obs/NORMA“

Tierschutz spielt in der Unternehmensphilosophie des Nürnberger Lebensmittel-Discounters NORMA eine entscheidende Rolle. Auf das „Tierschutzlabel“ und den „Haltungskompass“, die bereits zahlreiche Artikel des Sortiments auszeichnen, folgt mit den Eiern der „Huhn und Hahn Initiative“ der nächste Schritt hin zum Schutz des Tierwohls. In fast 100 Filialen der Niederlassung Eutingen in Baden-Württemberg gibt es die geflügelfreundlichen Eier aus Freilandhaltung in 6er-Kartons für nur 1,75 Euro. Die „Huhn und Hahn“-Eier erkennen NORMA-Kunden an der roten Banderole.

Wer Huhn sagt, muss auch Hahn sagen

Bisher ist es in vielen Legebetrieben gängige Praxis, männliche Küken direkt nach dem Schlüpfen auszusortieren, einzuschläfern und dann zu schreddern. Grund dafür ist die Tatsache, dass Hähne keine Eier legen und ihr Wachstum fast dreimal so lange dauert wie das von Masthennen. Das macht ihre Aufzucht für die meisten Zuchtbetriebe unwirtschaftlich. Dem stellt sich NORMA mit der neuen Initiative nun entgegen.

Die Initiative „Huhn und Hahn“ ermöglicht es Landwirten in Baden-Württemberg, auch ihre männlichen Küken groß zu ziehen. Unter dem Leitspruch „Wer Huhn sagt, muss auch Hahn sagen“ werden die Eier in einem Teil Baden-Württembergs verkauft und stellen so die Arbeit der Initiatoren sicher.

Kaufentscheidung der NORMA-Kunden sorgt für glückliche Hähne

Das eingenommene Geld kommt direkt den Junghähnen zugute, die im Lauf ihres Lebens nicht nur ihren eigenen Stall bewohnen, sondern nach einigen Wochen sogar in Freilandhaltung im Erdboden scharren können. Durch die Aufzucht mit viel Geduld und die artgerechte Haltung bleiben die Hähne gesund, sind vital und beweglich. Präventive Tierarztbesuche oder der vorsorgliche Einsatz von Medikamenten werden dadurch überflüssig.

Die Initiative beweist, dass NORMA beim Einkauf der Lebensmittel auf eine nachhaltige und transparente Behandlung der Tiere achtet. Der Lebensmittel-Discounter legt höchsten Wert darauf, dass Haltungsbedingungen, Fütterung und Transport der Tiere strengen Tierschutz-Vorgaben gerecht werden. Zahlreiche Artikel in den NORMA-Regalen wurden vom Deutschen Tierschutzbund e. V. mit dem sogenannten „Tierschutzlabel“ ausgezeichnet. Der „Haltungskompass“ gibt zudem Aufschluss darüber, wie die Tiere aufgewachsen sind.

Über NORMA:

Der expansive Discounter NORMA mit Hauptsitz in Nürnberg ist in Deutschland, Österreich, Frankreich und Tschechien mit bereits mehr als 1.450 Filialen am Markt. Im Online-Shop NORMA24.de finden Kunden neben der attraktiven Nonfood-Warenwelt mit 25.000 Artikeln unter anderem Top-Weine, günstige Nah- und Fernreisen sowie vom Technikmagazin CHIP ausgezeichnete Mobilfunk-Angebote.

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Erfolgreicher Kampf gegen Tollwut

Foto: „obs/Bundesverband für Tiergesundheit e.V./Foto: BfT/piksauikan auf pixabay“

Seit über zehn Jahren gibt es in Deutschland eine tödlich verlaufende Krankheit weniger. Leider ist das nicht überall so auf der Welt. Deshalb ist der Internationale Tollwut-Tag am 28. September so wichtig. In Deutschland hat die Tollwut ihren Schrecken verloren. Die bei Mensch und Tier tödlich verlaufende Krankheit kennen viele nur noch vom Hörensagen. Das beweist: Es ist möglich, mit umfassender Aufklärung und konsequenter Gesundheitsvorbeuge lebensbedrohliche Infektionserkrankungen zu eliminieren.

Maßgeblichen Anteil daran hat in Deutschland und Europa die flächendeckende Köderimpfung bei Füchsen, die als Hauptüberträger gelten, und der konsequente Impfschutz bei Haustieren wie Hund und Katze. Inzwischen geht in Deutschland vom Fuchs keinerlei Gefahr mehr aus. Dennoch ist die Tollwutimpfung für Hund und Katze empfehlenswert. Geimpfte Tiere besitzen dann einen Rundum-Schutz, selbst dann, wenn sie mit anderen infizierten Tieren in Kontakt kommen, beispielsweise mit nicht oder nicht korrekt geimpften Importhunden aus Osteuropa, der Türkei oder Marokko. Weil dort die anzeigepflichtige Tierseuche immer noch verbreitet ist, existieren auch strenge Einreise- bzw. Tierimportauflagen. Auch wer seinen Hund mit in den Urlaub nehmen will, sollte sich vorher genau darüber informieren, welche Vorschriften gelten. Die Tollwutimpfung gehört auf jeden Fall dazu und wird auch im EU-Heimtierpass vermerkt.

Weitaus dramatischer ist die Situation in anderen Teilen der Welt. Immer noch sterben jährlich rund 59.000 Menschen an der Tollwut. Am stärksten betroffen sind Kinder unter 15 Jahren. Rund 100 Kinder am Tag werden immer noch Opfer der Tollwut, hauptsächlich in Afrika und Asien. Auch dort erfolgen fast alle Infektionen durch den Biss erkrankter Hunde.

Um auf die weltweite Bedeutung der Tollwut aufmerksam zu machen, wurde der Internationale Tollwut-Tag ins Leben gerufen, der in diesem Jahr bereits zum 13. Mal an die Gefahren dieser Krankheit erinnert. Im Mittelpunkt steht 2019 die Bedeutung der Impfung. Die Ziele sind klar definiert. Bis 2030 möchte man mit entsprechenden Impfprogrammen für Hunde dafür sorgen, dass weltweit kein Mensch mehr an Tollwut durch einen Hundebiss sterben muss.

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Die Zukunft des Zirkus

Foto: Bernhard Schösser, Grafik und Montage: news aktuell

Der Circus Roncalli verzichtet seit vielen Jahren komplett auf den Einsatz von Tieren. Statt dessen werden sie als Hologramme gezeigt. Eines der 60 Bilder, die es dieses Jahr auf die Shortlist des PR-Bild Award geschafft haben, zeigt einen Hologramm-Elephanten – erstaunlich real. Eingereicht hat es Markus Strobl. Wir sprachen mit dem Roncalli-Kommunikationschef über Zirkus im digitalen Zeitalter und wie Roncalli das Foto für die eigene Bild-PR genutzt hat.

news aktuell: Wie ist das Bild entstanden und welche Geschichte erzählt es?

Strobl: Das Bild entstand bei der Premiere in Innsbruck am 18. August 2018. Seit April hatten wir schon die Holographie im Einsatz. Nun war der Wunsch da, Fotos zu haben, die die Reaktion oder sogar Interaktion des Holographie-Elefanten mit dem Publikum zeigen. Herrn Schösser hatten wir als Fotograf für die Premiere gebucht und ihn gebeten, sich am Anfang der Show auf genau diese Bilder zu konzentrieren. Auch davor gab es Bilder von der Holographie. Aber genau dieses Foto lieferte die Emotion, die wir für eine Social-Media-Kampagne benötigten. Ende August schickten wir dieses Bild dann über die Kanäle auf Facebook und Instagram auf die Reise. Schnell erzielten wir damit große Reichweiten. Gerade aus anderen Ländern gab es Interview-Anfragen und Berichterstattungen. Stand heute ist, dass in über 141 Ländern der Welt über die Holographie-Tiere von Bernhard Paul’s Circus-Theater Roncalli berichtet wurde. Und das in den Abendnachrichten. Er als Schöpfer und Mastermind von Roncalli hatte die Idee dazu. Anfang Juni 2019 erreichten wir mit dem Thema innerhalb von zwei Tagen eine Social-Media-Reichweite von über einer Milliarde Menschen! Allein beim Gastspiel in Hamburg in diesem Juni und Juli haben über 50 TV-Stationen aus aller Welt über Roncalli’s Holographie-Tiere berichtet. In über 400.000 Artikeln online und analog wurde darüber berichtet und dieses Bild vom Holographie- Elefanten war das meistverwendete Foto.

news aktuell: Roncalli setzt keine echten Tiere mehr in der Manege ein. Gehört der Zirkus, wie wir ihn alle seit unserer Kindheit kennen, der Vergangenheit an?

Strobl: Roncalli ist der erste Circus der Welt, der Tiere als Holographie einsetzt. Bernhard Paul, der Roncalli-Gründer und Direktor, sagt: „Wir müssen wie ein Kapitän eines Ozeandampfers manchmal Kurskorrekturen machen. Das Publikum und gerade das junge Publikum erwartet bei Roncalli keine Tiere mehr. Obgleich wir in den letzten 30 Jahren eh nur noch Pferde im Einsatz hatten. Der Fokus lag bei uns nie auf den Tierdressuren, sondern auf Clowns, Akrobaten und poetischen Darbietungen“.

Man muss ja auch wissen, dass Roncalli sich zu einem Metropolen-Circus entwickelt hat beziehungsweise wir nur noch an besonderen Orten gastieren. Dort sind wir im Herzen der Stadt. Dort sind die Platzverhältnisse oft klein und wir könnten den Tieren nicht das bieten, was wir gerne möchten. Roncalli hatte schon immer ein anders Konzept. Mit uns verbinden die Menschen eher Seifenblasen oder Clowns.

news aktuell: Inwieweit muss Zirkus sich wandeln, um zeitgemäß zu sein?

Strobl: Der Circus war schon immer der Ort, wo die meisten Menschen zum ersten Mal eine Innovation gesehen haben. Sei es in der Geschichte die Glühbirne, die Dampfmaschine oder der Dieselmotor. Jetzt ist es eben die Holographie. In unserem Programm „Storyteller: Gestern-Heute-Morgen“ erzählen wir die Geschichte, wie der klassische Circus vor 250 Jahren entstanden ist, nämlich mit dem Pferd, und wie er sich gewandelt hat. Das Circus-Theater Roncalli steht für die Kombination von Nostalgie und Moderne. Bernhard Paul als Visionär hat in den letzten 40 Jahren die gesamte Circus- und Entertainment-Branche immer wieder verändert und beeinflusst. Der Chef ist am Ende das Publikum. Wir bewahren die klassischen Roncalli-Traditionen und ergänzen sie beziehungsweise kombinieren sie mit Innovationen. Seit 2019 sind wir auch der erste Circus der Welt, der einen Roboter als Akrobatikpartner eines Menschen einsetzt.

news aktuell: Ist der Zirkus damit im digitalen Zeitalter angekommen?

Strobl: Bernhard Paul hat die Geschichte, die unser aktuelles Programm „Storytelling: Gestern, Heute, Morgen“ erzählt, als Hommage an Charlie Chaplin’s Film „Modern Times“ inszeniert. Circus wird immer Circus bleiben. Ein Roncalli ohne Clowns ist zum Beispiel unvorstellbar. Aber man darf sich den Innovationen nicht verwehren, sondern muss sie für sich nutzten. Aber das Gefühl, das „Roncallisieren“ darf nie verloren gehen. Für unser Marketing und unsere Kommunikation sind die Social-Media-Kanäle ein wichtiges Tool. Man muss die Leute dort abholen, wo sie sich befinden. Tja, und die meisten Menschen kann man heutzutage auf ihrem Smartphone abholen. Doch wenn man ihnen dann noch Content bietet, der sie begeistert oder den sie noch nie gesehen haben, dann erreicht man die Menschen. Roncalli’s „Storyteller“ war 2018 die meistbesuchte Circusshow in Europa. Bis heute haben fast 800.000 Menschen Bernhard Paul’s neustes Meisterwerk gesehen.

news aktuell: Ihre Aufführung mit Tier-Hologrammen ist Anfang Juni 2019 weltweit eine der erfolgreichsten Stories in den sozialen Netzwerken gewesen. Dabei war die Premiere der Hologramme schon 2018. Was glauben Sie, wie es dazu kam, dass die Geschichte erst fast ein Jahr später diese Aufmerksamkeit bekam?

Strobl: Es gab immer wieder Berichte über Roncalli’s moderne Form von Circus. Zum Beispiel in Paris Match. Aber wie heißt es immer: der Prophet im eigenen Lande zählt oft nichts. Also haben wir uns am letzten Mai-Wochenende gezielt vier Märkte gesucht, in denen über Tierthemen berichtet wurde. USA, Indien, Japan und England. Dort haben wir einerseits gezielt drei Beiträge auf Facebook und Instagram beworben und andererseits eine aufwändige Hashtag-Kampagne gestartet. In allen vier Märkten gab es emotionale Themen zu Tieren. Wir wollten zeigen, dass es Tiere gibt, die sie in der Form noch nie gesehen haben. Als die ersten News vermeldet wurden schlug unser Medienüberwachungstool an. Bernhard Paul meinte: „Markus, mach doch mal ein Video, das zeigt, wo auf der Welt über uns gerade berichtet wird.“ Gesagt getan, ab gings. Am 4 Juni stand ich beim Aufbau zum Life-Ball in Wien, den wir dieses Jahr mit ausgerichtet haben. Im Minutentakt kamen Anfragen aus aller Welt. Als ich schlafen ging, versorgte ich BuzzFeed und morgens um sechs Uhr weckte mich Bored Panda. Am Ende waren und sind wir eine Weltmeldung.

news aktuell: Sie nutzen also stark das Social Web für Ihre Bild-PR. Welche Kanäle bedienen Sie denn mit welchem Content?

Strobl: Wir arbeiten mit Facebook, YouTube, Instagram und Twitter. Unsere Artisten sind sehr auf TikTok aktiv. Roncalli steht für Emotionen. Also arbeiten wir mit Fotos aber auch viel Videocontent. 95 Prozent innerhaus produziert. Natürlich gib es tagesaktuelle Themen aber auch Imagekampagnen. Ich freue mich, dass wir von Roncalli es geschafft haben, das Thema Circus einmal weltweit postiv zu besetzen. Sonst gab es immer Schauervideos von angeblichen Tierqualen oder Unfällen. Bernhard Paul hat mit seiner Idee die Herzen der Menschen auf der ganzen Welt berührt. Jetzt kennt man Roncalli auf der ganzen Welt. Wir bekommen Einladungen aus vielen Ländern, dort zu gastieren. Denn Roncalli ist einmalig. Der Circus, wie aus dem Märchenbuch, der Innovation und Tradition zauberhaft verbindet.

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„Magie der Jahreszeiten“: 3sat-Reihe zeigt Überlebensstrategien der Tiere

Foto: „obs/3sat/ZDF/Nancy Bauer/Shutterstock“

Jahreszeiten prägen den Großteil unseres Planeten und bestimmen das Leben von Pflanzen und Tieren. 3sat zeigt die faszinierende Welt der Tiere und deren Strategien, mit dem Wechsel der Jahreszeiten umzugehen, in der vierteiligen Dokumentationsreihe „Magie der Jahreszeiten“ (Großbritannien 2017) am Sonntag, 1. September, ab 14.05 Uhr in Erstausstrahlung.

Der Frühling: In den Bergen Alaskas erwachen Bären aus der Winterruhe. Zum ersten Mal sehen die Jungen die Welt draußen. Und auch in der mexikanischen Sierra Nevada geht eine spektakuläre Winterruhe zu Ende. Über hundert Millionen Monarchfalter haben hier die kalte Jahreszeit in dichten Trauben an Nadelbäumen verbracht. Ende Februar erwachen die Tiere aus ihrer Winterstarre, und der große Zug der Monarchfalter nach Nordkanada beginnt.

Der Sommer: Auf der Weihnachtsinsel beginnt die Wanderung der Roten Landkrabben. Bei extrem hoher Luftfeuchte machen sich 40 Millionen Krabben auf den Weg zum Strand, um sich zu paaren und um dort Eier abzulegen. In den Wüsten müssen die Tiere jetzt besondere Tricks anwenden, um zu überleben: Dornschwanz-Agamen können die Farbe ihrer Schuppen wechseln. Nachts sind sie schwarz, tagsüber gelblich-weiß, sodass die Hitze besser reflektiert werden kann. Silberameisen haben besonders lange Beine, die den Körper vom Boden fernhalten. Aber auch den Küken der Königspinguine wird es im antarktischen Sommer manchmal zu heiß. Linderung bringen kühlende Schlammbäder.

Der Herbst: Viele Tiere legen nun Vorräte an, um die Winterkälte zu überstehen. Die kanadischen Laubwälder mit ihren vielen Eicheln sind ein Schlaraffenland für Streifenhörnchen. Biber bringen ihre Bauten in Ordnung und legen Vorräte an. Grizzlybären stehen an den Ufern der Flüsse und warten auf fette Lachse. In den arktischen Breiten machen sich die Zugvögel wieder auf den Weg gen Süden.

Der Winter: Er zwingt die Natur zur Ruhe und zu einzigartigen Überlebensstrategien. Wer keine Höhle hat, muss sich warm einpacken. Moorschneehühner haben ein extrem dichtes Gefieder, selbst auf den Füßen und den Augenlidern. Polarfüchse haben kleine Ohren und kurze Beine – das reduziert die Körperoberfläche und verringert den Wärmeverlust. Im eisigen Bergland der japanischen Insel Honshu braucht es das nicht. Japanmakaken nutzen heiße Quellen, um sich zu wärmen. Solch einen Luxus bietet die Natur selten.