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Online-Marktplatz „DeineTierwelt“ schränkt den Handel mit exotischen Tierarten noch weiter ein

Foto: © Dirk Ercken/Dreamstime

Der Online-Marktplatz „DeineTierwelt” verbietet ab sofort den Handel mit allen exotischen Säugetieren, Amphibien, Reptilien und Wirbellosen auf seinem Portal. Für gefährdete Arten gilt das bereits seit Mai 2020.

Vor einem Jahr trat „DeineTierwelt“ der Koalition zur Beendigung des illegalen Wildtierhandels im Internet bei, einer globalen gemeinsamen Initiative von IFAW, WWF und TRAFFIC, in der bisher 40 Tech-Firmen zusammenarbeiten, um den illegalen Handel mit Wildtieren auf webbasierten Plattformen zu reduzieren. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit dem IFAW (International Fund for Animal Welfare) und der Koalition beschloss „DeineTierwelt“ diese weitreichenden Änderungen ihrer Nutzungsbedingungen im Sinne des Artenschutzes.

„Es bestärkt uns, dass ,DeineTierwelt´ so konsequent die Ziele der Koalition in konkrete Maßnahmen umsetzt und damit aktiv zum Tier- und Artenschutz beiträgt“, kommentiert Robert Kless, Leiter des IFAW Deutschland. „Der Handel mit lebenden Tieren macht einen Großteil des illegalen Wildtierhandels aus und ist gerade im Internet besonders schwer zu kontrollieren. Es ist deshalb folgerichtig, diesen Handel so weit wie möglich einzuschränken.“

Der Handel mit exotischen Arten ist in vielerlei Hinsicht problematisch. Zum einen sind sie häufig überhaupt nicht als Haustiere geeignet, ihre Haltungsanforderungen sind sehr anspruchsvoll, dem können viele Käufer nicht gerecht werden. Außerdem stammen viele der angebotenen Tiere aus der Wildnis, so genannte Wildfänge. Das bedroht die Artenvielfalt im Ursprungsgebiet und bedeutet Qual und Tod bei Fang und Transport. Gerade beim Online-Kauf ist es schwer, die Herkunft sicher zu ermitteln und die erforderlichen Genehmigungen zu kontrollieren.

„Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit dem IFAW den nächsten gemeinsamen Schritt im Kampf gegen den illegalen Wildtierhandel im Internet zu gehen“, so Daniel D’Amico, Geschäftsführer von DeineTierwelt. „Für uns gehen Tier- und Artenschutz Hand in Hand. Deshalb sind wir im vergangenen Jahr der ‚Globalen Koalition zur Beendigung des illegalen Wildtierhandels im Internet‘ beigetreten und haben als erste Maßnahme den Handel geschützter Arten in unserem Tiermarkt verboten. Das jetzige Verbot weiterer, ungeschützter Wildtiere und Exoten auf unserer Plattform ist daher nur ein weiterer Schritt im Sinne des Tierwohls.“

Langfristig will „DeineTierwelt“ alle Exoten auf der Plattform verbieten.

Die Koalition zur Beendigung des illegalen Wildtierhandels im Internet wurde 2018 von IFAW, WWF und TRAFFIC ins Leben gerufen. Zu den nun 40 Mitgliedern gehören Internet-Giganten wie Google, Facebook und eBay. Bis heute haben die Firmen mehr als vier Millionen Anzeigen mit geschützten Arten und aus ihnen gefertigten Produkten von ihren Portalen entfernt oder blockiert.

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Netto aktiv gegen das Kükentöten

Foto: Netto Deutschland

Stavenhagen (ots)

Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie arbeitet Netto Deutschland auch an wichtigen Tierschutz-Themen wie dem Kükentöten. Bereits heute werden unsere BIO-Eier ohne das Töten der männlichen Küken produziert. Es folgen die Eier aus Freilandhaltung im zweiten Quartal 2021 sowie die Umstellung der Eier aus Bodenhaltung bis Ende des Jahres. So entsprechen wir noch vor dem Start der neuen Gesetzgebung ab Januar 2022.

Bei der Produktion von Eiern werden bisher die männlichen Küken getötet, da sie keine Eier legen können und sich auch nicht zur Mast eignen, da sie anders als Masthühner kaum Fleisch ansetzen.

Von den Netto Frischei-Lieferanten werden zukünftig folgende Methoden verwendet: Entweder wird eine Geschlechtsbestimmung im Ei (Sellegt/Plantegg) vorgenommen und die männlichen Eier werden nicht mehr ausgebrütet. Oder es werden die Brüder der weiblichen Küken aufgezogen, was mit höheren Produktions- und Futterkosten verbunden ist. Dies wird dadurch ausgeglichen, dass jedes Ei der Geschwisterhennen einige Cent mehr kostet. Das Fleisch der Hähne kommt nach der Schlachtung als Lebensmittel z.B. Hühnerfrikassee, Geflügelwurst zum Einsatz.

Netto engagiert sich umfangreich im Bereich Nachhaltigkeit in Bezug auf Umwelt, Produkte und die Menschen. So handelt der Lebensmitteldiscounter beispielsweise seit Anfang 2021 klimaneutral, bietet Produkte mit vielfältigen Nachhaltigkeitskennzeichnungen an oder kooperiert mit der Organisation ‚Too Good To Go‘, die übrig gebliebene Lebensmittel rettet.

Mehr unter www.netto.de.

Über Netto

Netto betreibt in Deutschland 342 Märkte in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg. Die Netto Aps. & Co. KG, mit mehr als 6.000 Mitarbeitern, ist ein Tochterunternehmen der dänischen Salling Group, die unter anderem auch Netto-Märkte in Dänemark und Polen betreibt.

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Wie Walkot und Phytoplankton unseren Ökosystemen helfen

Foto: © IFAW/M. McIntyre

Gesunde Wale, gesunde Lebensgrundlagen

Wusstest du, dass einer der wichtigsten Beiträge zur Unterwasserwelt von großen Meerestieren wie Walen und Haien ein Produkt ihrer Nahrung ist?

Kot kann die Meere gesünder machen – wirklich. Walkot ist gut für das Ökosystem, weil er Nährstoffe verteilt, Arten dabei unterstützt sich in ihrem Bestand zu erholen und eine wichtige Rolle dabei spielt, dass CO2 aus der Atmosphäre gebunden wird.

Wale verteilen Nährstoffe im Meer. Nährstoffe sind wichtige kleine Bestandteile in unserem Essen wie etwa Eisen. Um einen Partner zu finden, schwimmen Wale lange Strecken und erledigen dabei ihr Geschäft – und das enthält ungenutzte Nährstoffe. Einige Wale essen gerne am Meeresgrund und schwimmen dann zum Luftholen an die Meeresoberfläche. Viele Wale entleeren dort auch ihren Darm, weil der Wasserdruck geringer ist. So verteilen Wale die Nährstoffe im weiten Meer und bringen sie zur Oberfläche.

Walkot hilft Arten sich zu erholen. Für ganze kleine Algen namens Phytoplankton, die man nur unter dem Mikroskop sehen kann, ist Walkot wie Dünger. Weil Walkot viel Eisen und andere wichtige Nährstoffe enthält, wächst das Phytoplankton besser und gesünder. Phytoplankton wird von kleinen Fischen und Krill gegessen. Die sind das Futter von vielen anderen Tieren wie Vögeln, großen Fischen, Haien und Walen. Je mehr Wale es gibt, desto mehr Walkot und Phytoplankton gibt es – und das hilft vielen Arten sich zu erholen. Warum? Genau wie wir bekommen sie Kraft durch gesundes, nährstoffreiches Essen.

Walkot hilft auch dabei, den Klimawandel zu bekämpfen. Phytoplankton bindet Kohlenstoffdioxid, also CO2, aus der Atmosphäre und nutzt Wasser und Sonnenlicht um es in Sauerstoff zu verwandeln. Walkot ist für das Phytoplankton wie Dünger und hilft ihm zu wachsen. Umso mehr Phytoplankton es gibt, desto mehr CO2 kann umgewandelt werden. Schon jetzt wird die Hälfte des Sauerstoffs, den wir atmen, von Phytoplankton produziert. Stell dir vor, wie viel mehr das mit viel gutem Dünger werden kann!

Wale sind also, genau wie andere große Meerestiere, sehr wichtig für gesunde Ozeane. Trotzdem machen wir Menschen ihnen das Leben auf viele Arten schwer, wie zum Beispiel durch Unterwasserlärm, Fischereizubehör und für sie gefährliche Substanzen wie Plastik und Öl. Der IFAW arbeitet jeden Tag für den Meeresschutz, um das Leben der Meeresbewohner zu verbessern. Denn genau wie wir, wollen auch sie gemütlich ihr Geschäft erledigen.