Veröffentlicht am

Wovon träumen ‚Nutz‘tiere? – Ein Film von Animals‘ Angels für die Kinder dieser Welt

Im Mittelpunkt der Arbeit der Tierschutzorganisation Animals‘ Angels steht die Solidarität mit den Tieren, besonders mit den sogenannten ‚Nutz’tieren. Ihre Vision ist eine Welt, in der die Menschen das Recht der Tiere auf Leben, Freiheit und Glück respektieren. Doch wie schafft man es diese Werte zu vermitteln? Animals‘ Angels hat den Film „Wovon träumen ‚Nutz‘tiere?“ entwickelt, der Kindern auf allen Kontinenten die Welt der Tiere näherbringt und über ihre Bedürfnisse aufklärt.

Als Fachorganisation für Tiertransporte arbeitet Animals‘ Angels international mit Veterinären, Behörden und verschiedenen Akteuren aus der Landwirtschaft. Die Teams haben direkten Einblick, wie mit Tieren umgegangen wird. Auf Basis dieser Erfahrungen bietet der Film Kindern einen Einblick in ein wichtiges und aktuelles Thema.

In mehreren Kapiteln behandelt der Film unterschiedliche Aspekte im Zusammenleben mit Tieren und legt dabei den Fokus auf die ‚Nutz‘tiere. Aus Sicht der Tiere zeigt der Film am Beispiel von Ziege Charlie aus Äthiopien, der Kuh Bella aus Tschechien und Miss Daisy, dem Huhn aus Indien, Eindrücke aus dem Leben von ‚Nutz‘tieren in unterschiedlichen Ländern. Das Filmmaterial hat die Tierschutzorganisation zum größten Teil selbst vor Ort aufgenommen.

Die Jüngsten unserer Gesellschaft werden angeregt sich mit Tieren als ‚fühlende Lebewesen‘ auseinanderzusetzen. So zeigt der Film Möglichkeiten auf, wie sich jeder für Tiere engagieren kann. Darüber hinaus behandelt der Film die Themen Tierschutz, Transport von Tieren, Herkunft von Fleisch, Milch und Eiern, sowie Umwelt- und Klimaschutz. Dabei legt Animals‘ Angels viel Wert auf eine kindergerechte Darstellung.

„Kinder sollten so früh wie möglich lernen, anderen Lebewesen mit Respekt, Mitgefühl und Wertschätzung zu begegnen. Wovon träumen ‚Nutz‘tiere? leistet hierzu einen hervorragenden Beitrag. Der Film erweitert die Perspektive der Kinder und spricht Themen an, die gerade heute im Unterricht von enormer Bedeutung sind“, sagt Lehrerin Regina Kowalzick.

Konzipiert ist der Film für Grundschulkinder in Ländern, in denen das Thema Tierschutz gesellschaftlich kaum eine Rolle spielt. Doch auch in Deutschland kann er eingesetzt werden zum Beispiel an Schulen, in Tierschutz-AGs oder in Vereinen. Und die Version in Englisch kann ebenfalls den Englischunterricht unterstützen.

Der Film „Wovon träumen ‚Nutz‘tiere?“ steht auf der Internetseite von Animals‘ Angels unter www.animals-angels.de/kinderfilm zum Download in Deutsch und Englisch bereit. Auch einzelne Kapitel zu den unterschiedlichen Themen können separat heruntergeladen werden.

Veröffentlicht am

Epilepsie: Gewitter im Kopf

Foto: BfT / Klostermann
 

Bonn (ots)

Sie ist nicht heilbar, aber die Symptome lassen sich durch eine konsequente Medikation spürbar mildern.

Es gibt immer ein erstes Mal. Nicht immer wünscht man sich, dass es danach noch einmal geschieht. Der erste epileptische Anfall eines Hundes ist für Hundebesitzer ganz sicher eine schreckliche Erfahrung. Es sind gar nicht so wenige Hundefreunde, die dies erleben. Denn die Epilepsie ist die häufigste chronische neurologische Erkrankung beim Hund. Immerhin 1 bis 2 % aller Hunde leiden an dieser Krankheit, manche Quellen sprechen sogar von 5 %. Es sind zudem nicht unbedingt die alten, krankheitsanfälligeren Tiere betroffen. Epilepsie wird in der Regel in den ersten fünf Lebensjahren diagnostiziert.

Bleibt es bei einem einzigen Krampfanfall, kann dieser viele Ursachen haben. Stoffwechselerkrankungen können einen Epilepsieanfall beispielsweise auslösen, aber auch Infektionen oder Vergiftungen. Diese symptomatische Epilepsie verschwindet, sobald die krankheitsbedingten Ursachen erfolgreich therapiert worden sind.

Wiederholen sich jedoch die Anfälle in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen und werden andere Ursachen ausgeschlossen, spricht man von einer idiopathischen Epilepsie. Davon sind die meisten mit Epilepsie diagnostizierten Hunde betroffen. Rassehunde erkranken öfter daran als Mischlinge. Das deutet darauf hin, dass die Krankheit erblich ist. Von den Anfällen abgesehen, erscheinen diese Hunde völlig gesund. Epilepsieanfälle sind das Ergebnis übermäßiger elektrischer Aktivität im Gehirn. Sie reichen von sehr mild mit leichten Muskelzuckungen bis zu schwerwiegend mit heftigen Krämpfen und Bewusstlosigkeit. Die Anfälle dauern unterschiedlich lang, meist aber nur wenige Minuten, treten unregelmäßig auf und sind in der Regel schmerzfrei für den Hund. Es besteht auch kein Zusammenhang mit körperlicher Anstrengung. Somit ist die Aktivität des Hundes nicht eingeschränkt.

Anfälle kündigen sich kaum wahrnehmbar an. Die sehr unspezifischen Symptome können Verhaltensänderungen sein, die sich vom Hundehalter zunächst nur schwer zuordnen lassen. Nach einem Anfall sind die Tiere erschöpft, reagieren anders als gewohnt, wirken benommen oder entwickeln einen großen Hunger.

Wird Epilepsie diagnostiziert, ist das für Hundehalter zunächst ein Schock, denn diese Krankheit ist nicht heilbar und bleibt Teil des gesamten Hundelebens. Es gibt jedoch Medikamente, die die Häufigkeit und die Schwere von Anfällen lindern können. Die optimale Einstellung des Tieres kann mehrere Wochen oder auch einige Monate dauern. Die vom Tierarzt verschriebene Medikation muss unbedingt eingehalten werden, um den Behandlungserfolg nicht zu gefährden. Nicht immer gelingt dies den Hundehaltern. Auch dies führt dazu, dass fast 40% aller Hunde mit Epilepsie über kurz oder lang wegen einer unzureichenden Anfallskontrolle eingeschläfert werden müssen.

Während eines epileptischen Anfalls selbst kann der Hundehalter nur wenig tun. Die Anfälle lassen sich durch nichts stoppen. Man sollte möglichst alle Gegenstände entfernen, an denen sich der Hund verletzen kann und für ein ruhiges Umfeld sorgen. Die genaue Beobachtung und Dokumentation sind wichtig. Geeignet ist ein Epilepsie-Tagebuch, das der Tierarzt zur Verfügung stellen kann. Hilfreich kann auch ein Handy-Video sein, das dem Tierarzt wichtige Erkenntnisse über den Krampfverlauf liefert. Das A und O aber bleibt die konsequente Medikamentengabe. Dann verliert die Epilepsie ihren Schrecken und ein relativ unbeschwertes Zusammenleben mit dem Hund bleibt möglich.

Veröffentlicht am

Hilfe bei der Identifizierung von Fundtieren: FINDEFIX verteilt 500 Chiplesegeräte

Foto: © Deutscher Tierschutzbund e.V.

Um vermisste Haustiere schnell wieder mit ihren Besitzern zusammenzuführen, stellt FINDEFIX, das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes, Tierheimen, Tierschutzvereinen, Tierrettern und behördlichen Einrichtungen 500 Chiplesegeräte zur Verfügung. Mithilfe eines Lesegeräts lässt sich die Nummer des Mikrochips bei Hunden, Katzen und Co. einfach und schnell auslesen und der Besitzer ermitteln – sofern das Tier registriert ist. Unterstützt wird die Aktion vom Tiernahrungshersteller Mars Petcare, der die Chiplesegeräte anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von FINDEFIX gesponsert hat.

„Immer wieder kommt es vor, dass geliebte Haustiere entlaufen oder entfliegen. Nur, wenn sie gekennzeichnet und registriert sind, lassen sich Tier und Halter schnell wieder zusammenführen. Entscheidend ist auch, dass Chiplesegeräte möglichst flächendeckend verfügbar sind, um die Tiere identifizieren zu können. Wir sind daher sehr dankbar, dass Mars Petcare es uns ermöglicht, 500 dieser Geräte an Tierheime, Tierschutzvereine, Tierretter und behördliche Einrichtungen wie Feuerwehrwachen, Polizeidienststellen und Bauhöfe zu verteilen und damit unser Netzwerk zu vergrößern“, sagt Daniela Rohs, Leiterin von FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes. Barbara Bajorat, Geschäftsführerin von Mars Petcare in Deutschland, ergänzt: „Als Mars Petcare wollen wir einen aktiven Beitrag dazu leisten, dass kein Tier auf der Strecke bleibt! Aus diesem Grund ist es für uns selbstverständlich, FINDEFIX dabei zu unterstützen, entlaufene Tiere schnellstmöglich zu ihren Tiereltern und in ihr liebevolles Zuhause zurückzuführen. Die Initiative markiert einen weiteren wichtigen Schritt bei unserem Vorhaben, die Welt zu einem besseren Ort für Tiere zu machen.“

Identifizierung vermisster Tiere im Katastrophenfall

Auf welch tragische Weise Haustiere von ihren Besitzern getrennt werden können, zeigte in den vergangenen Wochen die Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands. Tiere wurden von der Flut davongespült, fanden angesichts der verwüsteten Umgebung nicht mehr nach Hause oder konnten aus zerstörten Häusern ins Freie gelangen. FINDEFIX stellte kurzfristig mehr als 40 der Chiplesegeräte auch für Tierrettungsorganisationen und Tierschutzvereine zur Verfügung, die vor Ort im Einsatz sind, um Tieren in Not zu helfen. „Die Kennzeichnung und Registrierung hilft auch bei Tragödien wie dieser, Menschen wieder mit ihren geliebten Tieren zusammenzuführen“, sagt Rohs. Naturkatastrophen wie diese verdeutlichen erneut auf extreme Weise, wie wichtig die Kennzeichnung und Registrierung auch bei Tieren ist, die normalerweise nicht nach draußen dürfen. Das gilt natürlich besonders auch für reine Wohnungskatzen – zumal ein Entwischen durch die Haustür oder ein Fenster niemals ganz ausgeschlossen werden kann.