Veröffentlicht am

Eingeklemmter Igel aus Gartenzaun befreit: PETA ernennt Lisa Foland und Jonas Schneider von der Polizeiinspektion Edenkoben zu „Helden für Tiere“

Foto: Urkunde „Helden für Tiere“ / © PETA Deutschland e.V.

Anfang August rief ein Anwohner vom Paul-Gillet-Platz in Edenkoben die örtliche Polizei, weil sich ein Igel in einem Gartenzaun eingeklemmt hatte und sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien konnte. Zuvor hatten die Anwohner gemeinsam mit einem Zeitungsausträger versucht, das Tier zu befreien – leider ohne Erfolg. Die Polizeibeamten Lisa Foland und Jonas Schneider rückten schließlich mit einem Bolzenschneider an und befreiten den Igel, indem sie den Zaun durchtrennten. Anschließend entließen sie das unverletzte Tier in die Freiheit. Für dieses tierfreundliche Engagement zeichnet PETA Lisa Foland und Jonas Schneider mit einer „Helden für Tiere“-Urkunde aus.


„Für den Igel handelte es sich um eine enorme Stresssituation. Wäre er nicht so schnell aus dem Gartenzaun befreit worden, wäre er zudem möglicherweise natürlichen Feinden zum Opfer gefallen“, so Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA. „Wir wollen uns ganz herzlich bei den beteiligten Anwohnern, dem Zeitungsausträger sowie den Polizeibeamten Lisa Foland und Jonas Schneider dafür bedanken, dass sie so entschlossen gehandelt und den Igel aus seiner misslichen Lage befreit haben. Sie sind wahrlich ‚Helden für Tiere‘.“
 
PETA zeichnet regelmäßig Menschen für besonders tierfreundliches Verhalten aus. Die Urkunde wurde Lisa Foland und Jonas Schneider per Post zugestellt.

Veröffentlicht am

Lebendtiertransporte stoppen

Foto: M. Karremann / Deutscher Tierschutzbund

Tierschützer bekräftigen Forderung von Steinburger Landrat

Der Deutsche Tierschutzbund und der Deutsche Tierschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein bekräftigen die Forderung des Steinburger Landrats Torsten Wendt nach einem Stopp von Lebendtiertransporten in Nicht-EU-Länder. Medienberichten zu Folge hatte Wendts leitende Veterinärin Dr. Birte Hellerich bei einer Inspektionsreise nach Russland dokumentiert, dass die laut EU-Transportverordnung vorgeschriebene Versorgung der Rinder auf ihrem 6.000 Kilometer weiten Weg nach Usbekistan und Kasachstan nicht gewährleistet ist. Alle besuchten Versorgungsstationen entsprachen nicht den EU-Standards. Einige existierten gar nicht.

„Wir können Herrn Wendt und allen anderen Amtsveterinären, die nicht wegschauen, die unkontrollierbare Tiertransporte in Staaten außerhalb Europas nicht genehmigen und ein Ende dieser tierquälerischen Transporte fordern, nur den Rücken stärken. Die Transportstrecken sind zu lang, die Versorgung der Tiere unterwegs ist meist nicht gewährleistet und die Schlachtmethoden in den Zielländern sind grausam“, so Holger Sauerzweig-Strey, Vorsitzender des Deutschen Tierschutzbundes Landesverband Schleswig-Holstein. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, ergänzt: „Die grenzüberschreitende Tierqual von Lebendtiertransporten muss ein Ende haben. Als zuständige Bundesministerin ist Julia Klöckner gefordert. Sie muss endlich mit den Ländern ein nationales Verbot des Transports von deutschen Tieren in Drittländer umsetzen und sich auf EU-Ebene aktiv für ein generelles Verbot der Exporte in Länder außerhalb der EU einsetzen.“

Hintergrund:

70.000 „Zuchtrinder“ werden jedes Jahr aus Deutschland in Drittländer exportiert. Oft sind sie tagelang unterwegs – bis nach Zentralasien und Nordafrika. Die transportierten Tiere leiden unter anderem unter langen Wartezeiten an der Grenze, fehlenden Ruhepausen, extremen Temperaturen und engen Platzverhältnissen. Obwohl ein Urteil des Europäischen Gerichtshof besagt, dass Tierschutzbestimmungen bis zum Ziel einzuhalten sind, gelangen die Tiere mit Überqueren der EU-Außengrenze in einen quasi rechtsfreien Raum. Die deutschen Behörden haben weder Einfluss auf das weitere Schicksal der Tiere noch haben sie Informationen über deren Versorgung. Obwohl als „Zuchttiere“ deklariert, landet ein Großteil der Rinder am Ende doch in der Schlachtung – weil die Nachzucht misslingt oder eine erwartete hohe Milchleistung ausbleibt. Neben den unwürdigen Transportbedingungen stellt auch die Schlachtung in vielen Drittstaaten ein schweres Tierschutzproblem dar.

Veröffentlicht am

Kaufland bietet als erster Händler bundesweit Schweinefleisch aus Außenklima-Haltung an

Foto: „obs/Kaufland“

Kaufland gehörte zu den ersten Lebensmittelhändlern, die im Mai 2018 die Tierhaltungsform auf dem Produkt transparent machten. Heute geht das Unternehmen einen logischen Schritt weiter und führt deutschlandweit in allen Filialen Schweinefleisch aus Haltungsform Stufe 3 „Außenklima“ ein. Schweine-Hackfleisch, Schweineschnitzel, Schweinerücken und Schweinebauch von K-Favourites sind damit bundesweit regulär in Selbstbedienung erhältlich. Zusätzlich erfolgt die Fütterung der Tiere gentechnikfrei.

„Viele unserer Kunden genießen gerne ein schönes Stück Fleisch, möchten dabei aber sicher sein, dass es aus tierwohlgerechter Haltung stammt“, so Stefan Rauschen, Geschäftsführer Einkauf Frische. „Mit unserem K-Favourites-Schweinefleisch können wir ihnen dieses gute Gefühl geben.“

Haltungsform 3 „Außenklima“

Schweine, die in Haltungsform Stufe 3 „Außenklima“ gehalten werden, haben 40 Prozent mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben. Sie haben Zugang zu Außenklima, und ihnen steht Stroh sowie ein weiteres organisches Beschäftigungsmaterial zur Verfügung. Nähere Informationen zu den Kriterien der einzelnen Haltungsformen unter www.kaufland.de/haltungsform.

An den Kaufland Fleisch-Bedienungstheken wird mit dem Schweinefleisch der Marke „Wertschätze“ bereits ausschließlich Fleisch aus Haltungsform Stufe 3 angeboten.

Kaufland: Machen macht den Unterschied

Kaufland übernimmt Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt. In den Zielen und Prozessen von Kaufland ist das Engagement im Bereich Nachhaltigkeit (CSR) tief verankert. So achtet das Unternehmen besonders auf die nachhaltige Gestaltung des Sortiments. Dabei macht es sich für ökologische und regionale Landwirtschaft stark. Kaufland setzt sich für verantwortungsvolle und artgerechtere Produktions- und Haltungsbedingungen sowie den Erhalt natürlicher Lebensräume ein. Das umfangreiche Sortiment bietet den Kunden eine große Auswahl an umweltfreundlichen und fair gehandelten Produkten.

Kaufland betreibt bundesweit rund 670 Filialen und beschäftigt rund 74.000 Mitarbeiter. Mit durchschnittlich 30.000 Artikeln bietet das Unternehmen ein großes Sortiment an Lebensmitteln und alles für den täglichen Bedarf. Dabei liegt der Fokus auf den Frischeabteilungen Obst und Gemüse, Molkereiprodukten sowie Fleisch, Wurst, Käse und Fisch.

Das Unternehmen ist Teil der Schwarz Gruppe, die zu den führenden Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland gehört. Kaufland hat seinen Sitz in Neckarsulm, Baden-Württemberg.

Veröffentlicht am

NORMA setzt ein Zeichen gegen das Kükenschreddern Eier der „Huhn und Hahn Initiative“ erweitern NORMA-Sortiment in Baden-Württemberg

Foto: „obs/NORMA“

Tierschutz spielt in der Unternehmensphilosophie des Nürnberger Lebensmittel-Discounters NORMA eine entscheidende Rolle. Auf das „Tierschutzlabel“ und den „Haltungskompass“, die bereits zahlreiche Artikel des Sortiments auszeichnen, folgt mit den Eiern der „Huhn und Hahn Initiative“ der nächste Schritt hin zum Schutz des Tierwohls. In fast 100 Filialen der Niederlassung Eutingen in Baden-Württemberg gibt es die geflügelfreundlichen Eier aus Freilandhaltung in 6er-Kartons für nur 1,75 Euro. Die „Huhn und Hahn“-Eier erkennen NORMA-Kunden an der roten Banderole.

Wer Huhn sagt, muss auch Hahn sagen

Bisher ist es in vielen Legebetrieben gängige Praxis, männliche Küken direkt nach dem Schlüpfen auszusortieren, einzuschläfern und dann zu schreddern. Grund dafür ist die Tatsache, dass Hähne keine Eier legen und ihr Wachstum fast dreimal so lange dauert wie das von Masthennen. Das macht ihre Aufzucht für die meisten Zuchtbetriebe unwirtschaftlich. Dem stellt sich NORMA mit der neuen Initiative nun entgegen.

Die Initiative „Huhn und Hahn“ ermöglicht es Landwirten in Baden-Württemberg, auch ihre männlichen Küken groß zu ziehen. Unter dem Leitspruch „Wer Huhn sagt, muss auch Hahn sagen“ werden die Eier in einem Teil Baden-Württembergs verkauft und stellen so die Arbeit der Initiatoren sicher.

Kaufentscheidung der NORMA-Kunden sorgt für glückliche Hähne

Das eingenommene Geld kommt direkt den Junghähnen zugute, die im Lauf ihres Lebens nicht nur ihren eigenen Stall bewohnen, sondern nach einigen Wochen sogar in Freilandhaltung im Erdboden scharren können. Durch die Aufzucht mit viel Geduld und die artgerechte Haltung bleiben die Hähne gesund, sind vital und beweglich. Präventive Tierarztbesuche oder der vorsorgliche Einsatz von Medikamenten werden dadurch überflüssig.

Die Initiative beweist, dass NORMA beim Einkauf der Lebensmittel auf eine nachhaltige und transparente Behandlung der Tiere achtet. Der Lebensmittel-Discounter legt höchsten Wert darauf, dass Haltungsbedingungen, Fütterung und Transport der Tiere strengen Tierschutz-Vorgaben gerecht werden. Zahlreiche Artikel in den NORMA-Regalen wurden vom Deutschen Tierschutzbund e. V. mit dem sogenannten „Tierschutzlabel“ ausgezeichnet. Der „Haltungskompass“ gibt zudem Aufschluss darüber, wie die Tiere aufgewachsen sind.

Über NORMA:

Der expansive Discounter NORMA mit Hauptsitz in Nürnberg ist in Deutschland, Österreich, Frankreich und Tschechien mit bereits mehr als 1.450 Filialen am Markt. Im Online-Shop NORMA24.de finden Kunden neben der attraktiven Nonfood-Warenwelt mit 25.000 Artikeln unter anderem Top-Weine, günstige Nah- und Fernreisen sowie vom Technikmagazin CHIP ausgezeichnete Mobilfunk-Angebote.

Veröffentlicht am

Erfolgreicher Kampf gegen Tollwut

Foto: „obs/Bundesverband für Tiergesundheit e.V./Foto: BfT/piksauikan auf pixabay“

Seit über zehn Jahren gibt es in Deutschland eine tödlich verlaufende Krankheit weniger. Leider ist das nicht überall so auf der Welt. Deshalb ist der Internationale Tollwut-Tag am 28. September so wichtig. In Deutschland hat die Tollwut ihren Schrecken verloren. Die bei Mensch und Tier tödlich verlaufende Krankheit kennen viele nur noch vom Hörensagen. Das beweist: Es ist möglich, mit umfassender Aufklärung und konsequenter Gesundheitsvorbeuge lebensbedrohliche Infektionserkrankungen zu eliminieren.

Maßgeblichen Anteil daran hat in Deutschland und Europa die flächendeckende Köderimpfung bei Füchsen, die als Hauptüberträger gelten, und der konsequente Impfschutz bei Haustieren wie Hund und Katze. Inzwischen geht in Deutschland vom Fuchs keinerlei Gefahr mehr aus. Dennoch ist die Tollwutimpfung für Hund und Katze empfehlenswert. Geimpfte Tiere besitzen dann einen Rundum-Schutz, selbst dann, wenn sie mit anderen infizierten Tieren in Kontakt kommen, beispielsweise mit nicht oder nicht korrekt geimpften Importhunden aus Osteuropa, der Türkei oder Marokko. Weil dort die anzeigepflichtige Tierseuche immer noch verbreitet ist, existieren auch strenge Einreise- bzw. Tierimportauflagen. Auch wer seinen Hund mit in den Urlaub nehmen will, sollte sich vorher genau darüber informieren, welche Vorschriften gelten. Die Tollwutimpfung gehört auf jeden Fall dazu und wird auch im EU-Heimtierpass vermerkt.

Weitaus dramatischer ist die Situation in anderen Teilen der Welt. Immer noch sterben jährlich rund 59.000 Menschen an der Tollwut. Am stärksten betroffen sind Kinder unter 15 Jahren. Rund 100 Kinder am Tag werden immer noch Opfer der Tollwut, hauptsächlich in Afrika und Asien. Auch dort erfolgen fast alle Infektionen durch den Biss erkrankter Hunde.

Um auf die weltweite Bedeutung der Tollwut aufmerksam zu machen, wurde der Internationale Tollwut-Tag ins Leben gerufen, der in diesem Jahr bereits zum 13. Mal an die Gefahren dieser Krankheit erinnert. Im Mittelpunkt steht 2019 die Bedeutung der Impfung. Die Ziele sind klar definiert. Bis 2030 möchte man mit entsprechenden Impfprogrammen für Hunde dafür sorgen, dass weltweit kein Mensch mehr an Tollwut durch einen Hundebiss sterben muss.