Deutscher Tierschutzbund demonstriert mit Fridays for Future

Bild: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Der Deutsche Tierschutzbund unterstützt in Bonn, München und Berlin die Demonstrationen und das Anliegen der Schülerinnen und Schüler von Fridays for Future, die heute zum „globalen Klimastreik“ aufrufen. Gemeinsam mit vielen anderen Tierschützerinnen und Tierschützern aus den Mitgliedsvereinen des Deutschen Tierschutzbundes wollen Teams der Bundesgeschäftsstelle (Bonn), der Akademie für Tierschutz (Neubiberg bei München) und des Berliner Hauptstadtbüros darauf aufmerksam machen, dass Tierschutz und Klimaschutz Hand in Hand gehen.

„Wir sind gerne dabei, um die Forderungen von Fridays for Future zu unterstützen“, sagt Lea Schmitz, Pressesprecherin des Deutschen Tierschutzbundes. „Genau wie das massive Tierleid in der modernen Agrarindustrie ist der Klimawandel die Folge eines rücksichtslosen Systems, in dem der Respekt vor Natur und Tier verloren gegangen ist. Dem Klimawandel können wir deshalb nur entgegentreten, wenn wir Tierschutz mitdenken. Denn Tierschutz ist Klimaschutz.“

Hintergrund
Neben Industrie und Transportwesen gehört die stetig wachsende landwirtschaftliche Nutztierhaltung zu den drei Hauptverursachern der globalen Klimaveränderung. Tiere wie Rinder produzieren große Mengen des klimawirksamen Gases Methan. Darüber hinaus beeinflussen aber auch der hohe Energie- und Wasserverbrauch, die Herstellung und Verwendung von Dünger und die übermäßige Beweidung das Klima. Zudem werden CO²-speichernde Wälder wie der Amazonas-Regenwald in großem Maße für Weideflächen oder den Anbau von Futtermitteln gerodet. Die Transporte von Tierfuttermitteln und lebenden Tieren durch die ganze Welt verursachen weitere klimaschädliche Emissionen.

Der Deutsche Tierschutzbund befürwortet deshalb auch eine tier- und klimafreundliche Lebensweise: Veganismus ist sowohl aktiver Tierschutz als auch aktiver Klimaschutz. Der Verband möchte auch anlässlich des heutigen Klimastreiks dazu ermuntern, im Alltag achtsamer zu konsumieren und daran erinnern, dass bereits jeder kleine Schritt zählt und einen wichtigen Beitrag zu mehr Tierschutz und für das Klima leisten kann.