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Netto aktiv gegen das Kükentöten

Foto: Netto Deutschland

Stavenhagen (ots)

Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie arbeitet Netto Deutschland auch an wichtigen Tierschutz-Themen wie dem Kükentöten. Bereits heute werden unsere BIO-Eier ohne das Töten der männlichen Küken produziert. Es folgen die Eier aus Freilandhaltung im zweiten Quartal 2021 sowie die Umstellung der Eier aus Bodenhaltung bis Ende des Jahres. So entsprechen wir noch vor dem Start der neuen Gesetzgebung ab Januar 2022.

Bei der Produktion von Eiern werden bisher die männlichen Küken getötet, da sie keine Eier legen können und sich auch nicht zur Mast eignen, da sie anders als Masthühner kaum Fleisch ansetzen.

Von den Netto Frischei-Lieferanten werden zukünftig folgende Methoden verwendet: Entweder wird eine Geschlechtsbestimmung im Ei (Sellegt/Plantegg) vorgenommen und die männlichen Eier werden nicht mehr ausgebrütet. Oder es werden die Brüder der weiblichen Küken aufgezogen, was mit höheren Produktions- und Futterkosten verbunden ist. Dies wird dadurch ausgeglichen, dass jedes Ei der Geschwisterhennen einige Cent mehr kostet. Das Fleisch der Hähne kommt nach der Schlachtung als Lebensmittel z.B. Hühnerfrikassee, Geflügelwurst zum Einsatz.

Netto engagiert sich umfangreich im Bereich Nachhaltigkeit in Bezug auf Umwelt, Produkte und die Menschen. So handelt der Lebensmitteldiscounter beispielsweise seit Anfang 2021 klimaneutral, bietet Produkte mit vielfältigen Nachhaltigkeitskennzeichnungen an oder kooperiert mit der Organisation ‘Too Good To Go’, die übrig gebliebene Lebensmittel rettet.

Mehr unter www.netto.de.

Über Netto

Netto betreibt in Deutschland 342 Märkte in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg. Die Netto Aps. & Co. KG, mit mehr als 6.000 Mitarbeitern, ist ein Tochterunternehmen der dänischen Salling Group, die unter anderem auch Netto-Märkte in Dänemark und Polen betreibt.

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Bundestag beschließt Verbot des Kükentötens

Foto: Deutscher Tierschutzbund

Der Bundestag hat gestern das Gesetz zum Ende des Kükentötens beschlossen. Der Bundesrat muss dem noch zustimmen. Dazu kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:

„Das Gesetz kommt zu spät und ist nicht konsequent genug. Auch wenn es richtig ist, den millionenfachen Mord an männlichen Küken aus rein ökonomischem Antrieb zu beenden, belegt das Gesetz ein strategisches Armutszeugnis der Tierschutzpolitik der Regierungsmehrheit. Wer Tierschutz konsequent denken, ethisch vertreten möchte und gesellschaftliche Akzeptanz wünscht, der muss auch das Leid der hochgezüchteten Legehennen als Eierproduktionsmaschine beenden. Die vielen Fördergelder für die Entwicklung der Geschlechtserkennung im Ei wären besser in die „Praxisreife“ der Zweinutzungshühner investiert gewesen. Jetzt bleibt es leider dabei: Der Bruder wird zwar nicht mehr als süßes Küken vergast, aber weiter als Embryo vernichtet – bis 2024 sogar noch zu einem Zeitpunkt, an dem Schmerzempfinden nicht ausgeschlossen ist. Die Schwester bleibt als Legehenne im Leid verhaftet. Unser Kampf gegen ein tierschutzwidriges System geht deshalb weiter.“